Darknetlive

  1. Darknetlive
  2. Posts
  3. Vier im Drogenfall Bonn Darkweb inhaftiert

Vier im Drogenfall Bonn Darkweb inhaftiert

Vier Mitglieder einer 12-köpfigen Darkweb-Drogenhandelsorganisation wurden kürzlich bei einer Anhörung vor dem Bonner Landgericht wegen Drogenverbrechen zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte die Angeklagten, Ecstasy- und Cannabisprodukte im Wert von mehr als 1,3 Millionen Euro verkauft zu haben.

Die ersten vier Mitglieder der Gruppe wurden im Januar 2020 verurteilt.

Laut Berichten wurden Untersuchungen von der Die Kölner Staatsanwaltschaft für Cyberkriminalität (ZAC NRW) stellte fest, dass die Gruppe im Darkweb “aromatisierte Cannabisprodukte” und Ecstasy verkauft hatte. Die Gruppe operierte von zwei zwei Lagereinheiten in Sankt Augustin und Bonn aus. Die “hochrangigen” Mitglieder der Gruppe kontrollierten die Konten der Darkweb-Anbieter und beschafften die Medikamente. Die anderen Mitglieder verpackten die Medikamente, etikettierten sie und brachten sie zu Postämtern in der Region.

Die Untersuchungen zu den Aktivitäten der Gruppe begannen, nachdem der Ring ein Arzneimittelpaket ohne ausreichendes Porto verschickt hatte. Das Paket wurde anschließend an den Absender zurückgesandt. Die Händler hatten eine Absenderadresse auf dem Paket verwendet, die einer Partei ohne Verbindung zum Betrieb gehörte. Eine Firma in Bonn erhielt die Post und übergab sie der Polizei, nachdem sie den Inhalt des Pakets entdeckt hatte.

Nachdem das Unternehmen das Drogenpaket erhalten hatte, begannen die Strafverfolgungsbehörden mit der Überwachung der Postfächer in der Region. Während der Ermittlungen beobachtete die Polizei, wie Mitverschwörer täglich mehr als 200 Päckchen Drogen in Briefkästen fallen ließen.

Die Polizei folgte den Mitverschwörern von verschiedenen Postfächern und Postämtern zu den von der Gruppe genutzten Lagereinheiten sowie zu vielen Häusern anderer Mitglieder der Organisation. Im Oktober 2018 überfiel die Polizei von Siegburg die Lagereinheiten und Häuser der Gruppe. Die Razzien führten zur Entdeckung von Waagen, Versandmaterial und unbekannten Mengen an Cannabisprodukten. Die Strafverfolgung verhaftete außerdem zwölf Verdächtige wegen ihrer Rolle bei der Operation.

Die zwölf Verdächtigen wurden dann in drei Gruppen zu je vier Mitgliedern aufgeteilt, um den Prozess zu vereinfachen.

Am 1. April gab der Sprecher des Bonner Landgerichts bekannt, dass die zweite Gruppe von vier Mitgliedern der 12-köpfigen Operation verurteilt worden sei. Der Ankündigung zufolge hatten zwei der Angeklagten eine bedeutende Rolle im Drogenhandel und wurden zu sechs und zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Der dritte Angeklagte - ein 45-Jähriger - hatte mit Ermittlern zusammengearbeitet, indem er die Transaktionshistorie der Gruppe sowie eine Liste der Adressen von mehr als 10.000 ihrer Kunden übergeben hatte. Er wurde zu nur drei Jahren Gefängnis verurteilt. Der vierte Angeklagte erhielt eine Bewährungsstrafe.

Die ersten vier Mitglieder der Gruppe wurden im Januar 2020 verurteilt. Einer der Angeklagten wurde zu sechs Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Die anderen drei wurden zu Bewährungsstrafen zwischen zehn Monaten und zwei Jahren verurteilt.

Das Verfahren gegen die letzten vier Angeklagten wurde vorübergehend ausgesetzt und wird nach der COVID-19-Pandemie wieder aufgenommen.